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20. Kriminelle schweizer Kinderheime mit psychischem und körperlichem Kindsmissbrauch - Meldungen 02
Wie die schweizer Justiz den Sadismus gewisser Angestellten in schweizer Kinderheimen einfach nie ahndete und gegen kriminellste Heimleiter nicht vorging - weil es "keine Rechtsgrundlage" gab
Artikel
präsentiert von Michael Palomino
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Einleitung
Das Personal von schweizer Kinderheimen hatte noch bis in die 1980er Jahre die grausame Tradition, Kinder kaputtzuschlagen und zu terrorisieren und zu missbrauchen. Der systematische Kindsmissbrauch in Kinderheimen fand also nicht nur in England statt, wie die Meldungen im Jahre 2008 nahelegten, sondern auch in der "sauberen" Schweiz. Die Berichte sind schrecklich. Ich selbst habe nicht so schöne Behandlungen mit Psycho-Terror in schweizer Ferienlagern erlebt, aber geschlagen wurde nicht. Prozesse gibt es in der Schweiz wegen Kindsmisshandlung in der Kindheit eigentlich nie, denn juristisch ist das alles "verjährt". Aber lesen Sie selbst, was sich in der Schweiz so alles hinter der Fassade tut:
Buchtip: "Weggesperrt. Warum Tausende in der Schweiz unschuldig hinter Gittern sassen"
Wer nicht «recht tat», wurde eingesperrt - ohne Gerichtsurteil. Die Beobachter-Spurensuche zu den administrativ Versorgten - einem dunklen Kapitel Schweizer Geschichte. http://www.beobachter.ch/buchshop/recht/shop-produkt/weggesperrt/
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Schweiz - Schweinz - Fuck You Shitzerland!
Steig (Kanton Appenzell) 3.7.2017: Kriminelle schweinzer Katholiken-Schlägerfrauen im Kinderheim durften Kinder kaputtschlagen - straffrei
Appenzeller Kinderheim: «Die Schwestern schlugen uns mit der Eisenbürste»
http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/29562524
Link: Der originale Bericht über das kriminelle Kinderheim in Steig (Kanton Appenzell): Draussen im Heim: Die Kinder der Steig, Appenzell 1945–1984 - pdf
<Die Innerrhoder Regierung präsentiert einen Bericht über das ehemalige Kinderheim Steig in Appenzell. Sie entschuldigt sich für Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung.
«Auch wenn in der damaligen Zeit die Verhältnisse in Innerrhoden einfach und bescheiden waren und körperliche Strafen in vielen Familien vorkamen oder üblich waren, machen die im Bericht beschriebenen Erlebnisse sehr betroffen», teilte die Appenzeller Regierung am Montag in einer Medienmitteilung mit. Was die Kinder im Heim erleben mussten, hätte nicht sein müssen und sein dürfen. Das Heim wurde von den Ordensschwestern des Klosters Ingenbohl geführt.
Regierung veranlasste Aufarbeitung
Nachdem einige Zeitungsartikel über die dunkle Vergangenheit des Kinderheims im Innerrhoder Grossen Rat kontrovers diskutiert worden waren, beschloss die Regierung im Oktober 2015, eine historische Untersuchung in Auftrag zu geben, die den Heimalltag im Steig in der Zeit von 1945 bis zur Aufhebung der Institution 1984 aufarbeiten sollte.
Schläge mit Eisenbürste
Dieser Bericht wurde am Montag veröffentlich. Ehemalige Heimbewohner berichten darin etwa von Züchtigungen: «Im Heim wurde man gestraft, massiv mit Schlägen – nicht nur einem ‹Chlapf›. Man hatte ein kleines Räumchen, wie ein WC, wo die Putzsachen drin waren. Dort musste man hinein, die Hosen runterlassen, dann wurde man übers Knie gelegt, dann mit dem Teppichklopfer geschlagen, bis er brach. Wenn er kaputt war, nahm man etwas anderes, bis hin zu Eisenbürsten.»
Prügel bis zur Darmentleerung
Eine andere Person berichtet von einer groben Züchtigung nach einer Bagatelle: «Zwei Schwestern hielten uns auf dem Bett. Mit dem Prügel schlug man auf uns ein und wir bluteten. Das andere Mädchen – ich weiss es noch, als wäre es heute – hat beim Rausgehen Stuhl verloren. Die Schwester nahm sie und rieb sie im Kot. Sie haben sie zum Krüppel geschlagen. Am anderen Tag war sie nicht mehr da.»
Eine andere Heimbewohnerin schilderte den Historikern, wie sie mit 12 Jahren von einem ehemaligen Heimbewohner, der in der Institution auf Besuch war, missbraucht wurde. «Das hat dann grad das erste Mal die Periode ausgelöst.»
Jeden Tag Hunger - [Kosten sparen und die Hungerstrafe]
«Jeden Tag bekam ich entweder keinen Znacht, keinen Zmorgen oder keinen Zmittag. Das verursachte weniger Kosten», erzählt eine weitere Person den Historikern. Kleine Verfehlungen wurden mit Essensentzug bestraft. «Ich habe nie so Hunger gelitten wie zu jener Zeit. Hunger, Hunger und nochmals Hunger. Es ging so weit, dass wir jeweils die sauersten Äpfel klauten, nur damit wir etwas zu essen hatten.»
Aus Karl-May-Büchern vorgelesen
Es war aber nicht alles schlecht. Ehemalige Heimbewohner berichten, dass sie das Heim auch noch besuchten, als sie nicht mehr dort wohnten. «Das war mein Daheim. Als es abgebrochen wurde, war es, als ob sie mir das Zuhause weggenommen hätten.» Eine andere Person berichtet von den schönen Gutenachtgeschichten: «Die Schwester erzählte uns jeweils abends eine Geschichte, zündete ein Kerzchen an. Sie hatte immer spannende Bücher, etwa von Karl May. Das vergesse ich nicht mehr. Sie sass auf dem Stühlchen, das Kerzchen brannte, es war dunkel, wir hockten alle im Raum, und wenn es am spannendsten war, hat sie jeweils aufgehört.»
Die Schwesterngemeinschaft Ingenbohl äusserte sich 2013 nach der Veröffentlichung eines Expertenberichts über die Ingenbohler Kinderheime: «Mit Traurigkeit und grossem Bedauern stellen wir fest, dass auch unsere Mitschwestern in Einzelfällen in der Erziehungsarbeit unangemessen gehandelt haben.»
Regierung unterstützt Solidaritätsfonds
Die Regierung entschuldigt sich bei den ehemaligen Zöglingen des Kinderheims Steig und zahlt 200'000 Franken in den eidgenössischen Solidaritätsfonds. «Der Bericht hat uns sprachlos gemacht», sagte Landammann Daniel Fässler am Montag. Mit einer Entschuldigung sei das Unrecht nicht wiedergutgemacht.
(jeb/sda)>
Kriminelle Kinderheime in der Schweiz am 12.5.2025:
Glarus: Missbrauch im Heim Flueblüemli – Behörden untätig
https://www.20min.ch/story/kinderheim-in-glarus-der-missbrauch-war-bekannt-aber-niemand-griff-ein-103340267
Dunja M. fordert Aufarbeitung des Missbrauchs im Kinderheim Flueblüemli durch den Glarner Regierungsrat.
Trotz Kenntnis der Misshandlungen blieben Vormund und Behörden untätig.
Ein Adoptionsversuch scheiterte, nachdem das Paar den Missbrauch bemerkte.
Ehemalige Heimkinder berichten von brutalen Strafen und einer kalten Atmosphäre.
Das Heim Flueblüemli wurde 1998 geschlossen, die Schwesternschaft bedauert die Vorfälle.
Die 35 Jahre alte Dunja M. will jetzt endlich Klarheit: Obwohl ihr Vormund, wie auch die Adoptionsbehörden im Kanton Glarus sowie die Leitung des Kinderheims Flueblüemli in Braunwald GL wussten, dass sie als Kind schwer missbraucht worden war, blieben sie untätig.
Nun erwartet das Opfer, dass der Glarner Regierungsrat den Missbrauch im Flueblüemli aufarbeitet und für den Schaden, der zugefügt wurde, Verantwortung übernimmt. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, prüfe Dunja M. zudem Haftungsansprüche gegenüber den damals involvierten Behörden und Personen.
Handverbrennen und Einsperren im Keller
M. kam im Alter von vier Jahren ins Heim. Ihre Eltern lebten getrennt, das Kind wuchs mit der Mutter auf und verwahrloste. «Zur Welt gekommen im Zürcher Drogenmilieu», steht in einem ihrer Akten, zu dem die 35-Jährige nun Zugang hat. Sie kam ins Heim.
Ehemalige Mitarbeiterinnen und Heimkinder berichten von einer lieblosen Erziehung und Strafen wie Handverbrennen oder Einsperren im dunklen Kellerloch. Dunja M. kann sich daran nicht erinnern, doch sie weiss noch von den sexuellen Übergriffen eines damals knapp erwachsenen Teenagers, der im Heim lebte. Sie schätzt, sie sei zu diesem Zeitpunkt zwischen vier und acht Jahre alt gewesen.
Zeugin bestätigt Version des Opfers
Im Herbst 1997 versuchte ein Paar, M. zu adoptieren. Aufgrund der Gespräche mit dem Kind merkten die beiden, dass M. missbraucht worden war. Sie meldeten den Behörden, dass «das Kind oft von den Genitalien des Mannes» spreche. Doch passierte nichts – keiner reagierte. Nach drei Monaten wurde der Adoptionsversuch abgebrochen und Dunja M. kam zurück ins Flueblüemli.
Eine Zeugin bestätigt Dunja Ms. Aussagen. Sie selber habe eine Zeitlang im Heim gewohnt, dann dort als Betreuerin gearbeitet. Auch sie berichtet gegenüber dem «Tages-Anzeiger» von brutalen Strafen und einer kalten Atmosphäre. Sie selbst sei von sexuellen Übergriffen nicht betroffen, «aber man wusste, dass das passiert. Auch die Heimleiterinnen wussten es», sagt die Zeugin. Das Flueblüemli wurde 1998 geschlossen.
Sie hat Kontakt zu den ehemaligen Adoptiveltern
Heute lebt Dunja M. mit ihrem Freund im Mittelland. Sie hat weiterhin Kontakt zum Paar, das sie vor 28 Jahren adoptieren wollte. «Es tut ihnen leid, dass sie mich zurückgegeben haben. Heute kann ich damit umgehen. Es war ja auch sehr schwierig für sie», sagt die Frau.
Die Glarner Regierung hat sich gegenüber der Zürcher Zeitung zum Vorwurf der Mitverantwortung im Fall Dunja M. nicht äussern wollen. Ms. ehemaliger Vormund reagierte hingegen wütend auf die Anfrage. Er behauptet, von den sexuellen Misshandlungen nichts gewusst zu haben.
Die Schwesternschaft in Braunwald, die das Flueblüemli führte, gibt zu, von den damaligen Misshandlungen zu wissen. Regine Strittmatter, Direktorin des Diakoniewerks Neumünster in Zollikerberg, in das die Schwesternschaft Ende der 90er Jahren eingegliedert wurde, bedauert die Übergriffe «zutiefst».
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