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Treuhänder des Reichs

6. Glänzende Geschäfte [es glänzt nach jüdischen Diamanten]

Teil 1: Die Falschaussage von Rudolf Höss über Auschwitz in Nürnberg 1946 -- Die Aussage von Rudolf Höss in Warschau 1947 über Waggons mit Judensachen aus Auschwitz -- Pfandleihanstalten - Konzentrationslager - Raubgutverkäufer in der Schweiz - die schweizer Öffentlichkeit der Schweiz interessiert 1947 die Hehlerei für deutsche Judensachen gar nicht -- Die schweizer Abnehmer der Judensachen - jüdische Diamanten meistens am Paradeplatz in Zürich

Präsentation von Michael Palomino (2013)


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aus: Peter Balzli: Treuhänder des Reichs. Eine Spurensuche. Werd-Verlag, Zürich 1997

* Die mit * gekennzeichneten Namen wurden aus Gründen des Personenschutzes vom Verfasser geändert (S.15)

Buch: Victor Klemperer: Tagebuch "
Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten"

<Glänzende Geschäfte

Das Alpenland wird zum Hehlerland. Banken, Händler und die Nationalbank nehmen den Nazis tonnenweise Schmuck, Diamanten und Goldbarren ab.


[Die Juden im NS-Gebiet wurden aufgefordert, ihre wertvollsten Gegenstände in einem Koffer mit ins Konzentrationslager zu bringen. Diese Koffer wurden dann von der SS ausgeraubt, und die Raubgüter wurde von den deutschen KZs in die Schweiz gebracht und dort für tiefe Preise von der SS verkauft - und schweizer Händler machten dann beim Wiederverkauf ab 1945 zum Teil riesige Gewinne mit diesen gestohlenen Gegenständen].


[Die Falschaussage von Rudolf Höss über Auschwitz in Nürnberg 1946 und in Warschau 1947]

<Im Gerichtssaal herrschte lähmende Stille, als Rudolf Franz Ferdinand Höss in den Zeugenstand trat [Höss war gefoltert worden]: Einer der grausamsten Henker der menschlichen Geschichte stand vor den Richtern in Nürnberg. Die Erklärungen des Lagerkommandanten von Auschwitz stellten alle bisherigen Schilderungen über die Gräueltaten der Nazis in den Schatten. Ruhig bestätigte Höss, dass unter seinem Kommando von 1940 bis 1. Dezember 1943 2.500.000 Menschen ermordet wurden. Bei seinen Schilderungen liess Höss kein Detail aus.
[Ergänzung: Das falsche Geständnis von Höss - die wirklichen Vorgänge in Auschwitz
Das Geständnis ist falsch und von den zionistischen Alliierten erfunden, um Stalin reinzuwaschen und um Deutschland moralisch zu zerstören. In Auschwitz gab es viele Seuchen, weil das Lager in einem Sumpfgebiet lag und dort Leichen vergraben worden waren, die dann wieder ausgegraben und verbrannt werden mussten. Ein Grossteil hat aber überlebt
-- und wurde heimlich weiter nach Russland in den Gulag transportiert, gemäss geheimen Abmachung zwischen Hitler und Stalin,

denn Hitler wollte die Juden einfach nicht haben und Stalin nahm sie gerne als Arbeitskräfte auf
-- oder die jüdischen Häftlinge wurden zurück ins Reich transportiert, um im Bunkerbau zu schuften, mit hohen Todesraten
-- oder sie starben durch medizinische Experimente, Erschiessung, Erfrieren oder Entkräftung
-- oder sie haben überlebt und konnten sogar wählen, ob sie mit ins Reich kommen wollten oder die Rote Armee abwarten wollten
-- oder sie wurden - und dies waren vor allem die Kinder - auf die Bauernhöfe verteilt, um auf polnischen Bauernhöfen zu helfen, und diese Kinder wurden dann oft nicht mehr herausgegeben, weil auf den Höfen jede Hand gebraucht wurde, weil ja so viele Männer im Krieg gefallen waren - und die Kinder hatten auch das christliche Leben angenommen und hatten auch neue Namen etc.


Stalin hat mit seinem Eisernen Vorhang ab 1946 Millionen Juden nicht mehr nach Mitteleuropa zurückkehren lassen, weil Israel kein Sowjetsatellit wurde, sondern ein CIA-Satellit. Viele Jüdinnen aus Konzentrationslagern verloren durch langandauernde Mangelzustände auch ihre Fruchtbarkeit auf Dauer und konnten keine Kinder mehr bekommen. Andere Juden sagten sich nach dem Zweiten Weltkrieg vom Judentum los und waren ebenfalls für das Judentum verloren. Gleichzeitig wurden Juden in der Roten Armee oft in die ersten Reihen geschickt und wiesen höchste Todesraten auf. Mehr Details siehe die Holocaust-Tabelle].
[Höss]: "Der Lagerkommandant von Treblinka sagte mir, dass er 80.000 im Laufe eines halben Jahres liquidiert hätte. Seine Aufgabe war hauptsächlich die Liquidierung aller Juden aus dem Warschauer Ghetto. Er hat Monoxidgas verwendet, und ich hielt seine Methoden für nicht sehr wirksam. [Falsch: Monoxidgas wirkt bei jeder Temperatur tödlich und ist sehr wirksam]. Als ich daher das Vernichtungsgebäude in Auschwitz errichtete, nahm ich Zyklon B in Verwendung, eine kristallisierte Blausäure, die wir in die Todeskammern durch eine kleine Öffnung einwarfen [aber Zyklon B wirkt erst ab 27 Grad, und in Polen war es nur im Hochsommer 27 Grad]. Es dauerte, je nach den klimatischen Verhältnissen, 3 bis 15 Minuten, um die Menschen in der Todeskammer zu töten. Wir wussten, wann die Menschen tot waren, weil ihr Schreien aufhörte. Wir warteten gewöhnlich ungefähr eine halbe Stunde, bevor wir die Türen öffneten und die Leichen entfernten. Nachdem man die Körper herausgeschleppt hatte, nahmen unsere Sonderkommandos den Leichen die Ringe ab und zogen das Gold aus den Zähnen dieser Leichname. Eine andere Verbesserung gegenüber Treblinka war, dass wir Gaskammern bauten, die 2000 Menschen auf einmal fassen konnten, während die zehn Gaskammern in Treblinka nur je 200 Menschen aufnahmen."
[Ergänzung: Falsche Aussagen und richtige Fakten aus neuen Quellen
Diese Angaben über Mord durch Gaskammern in Auschwitz sind gelogen, denn aus den Akten von Auschwitz geht klar hervor, dass die Gaskammern der Entlausung von Kleidern dienten, in Auschwitz aber nie fertiggebaut worden sind, weil die Kurzwellenentlausung bereits angewandt wurde. Aber ein Grossteil der Auschwitz-Insassen wurde in den Gulag oder in den Bunkerbau transportiert. In Russland wurde dann ein Teil in die Rote Armee geschickt, mit hoher Todesrate, und im Bunkerbau war die Todesrate ebenfalls sehr hoch].

Im Gegensatz zu den restlichen Top-Nazis wurde Höss in Nürnberg nicht angeklagt, dort war nur seine Zeugenaussage von Interesse [wobei die heimlichen Transporte von Juden in den Gulag vertuscht werden sollten und alle Judenvernichtung auf polnisches Territorium konzentriert werden sollte. Auch die hohe Todesrate in der Roten Armee sollte vertuscht werden].

[Höss in Warschau 1947 über Eisenbahnwaggons mit Judensachen aus Auschwitz]

Die [S.139] Aburteilung von Hitlers Henker [der eben kein Henker war, das ist alles nur zionistische Lüge] wollte man den Polen überlassen. Dem Kommandanten von Auschwitz wurde 1947 in Warschau der [gefälschte] Prozess gemacht. Bereits am ersten Verhandlungstag kam Höss in seinen grausamen Schilderungen [die gefälscht sind] auch auf die Schweiz zu sprechen [und die Vorgänge in der Schweiz waren tatsächlich geschehen]. "Den Leichen wurden goldene Zähne ausgerissen, und man nahm ihnen die Kostbarkeiten und den Schmuck weg [die SS beschlagnahmte einfach ihre Koffer]. Das Gold wurde in Stäbe umgeschmolzen und zur Reichsbank nach Berlin gesandt. Gegenstände des täglichen Gebrauchs wurden waggonweise ins Reich abgeschoben und dort an die Bevölkerung verteilt. Die Kostbarkeiten wurden im Wege einer besonderen Abteilung der Reichsbank in die Schweiz zum Umtausch in Devisen gesendet", berichtete die "Berner Tagwacht" am 18. März 1947.
[Das Resultat des Prozesses in Warschau wird von der weltweit zionistisch beherrschten Presse verschwiegen: 300.000 Opfer in Auschwitz
Der polnische Prozess gegen Rudolf Höss kam am Ende auf 300.000 Opfer in Auschwitz, was aber in den westlichen, von den kriminellen Zionisten dominierten Medien kaum je Beachtung fand, weil die Propaganda gegen Auschwitz ein Hauptprogrammpunkt der Alliierten war, um Deutschland auch moralisch zu zerstören, und da machte auch Stalin mit].
In den polnischen Medien war aber die Aussage von Höss deutlich präziser. Die schweizer Gesandtschaft in Warschau übersetzte aus der Zeitung der polnischen Arbeiterpartei die entscheidenden Passagen und meldete diese Anfang April [1947] nach Bern. Bei den Schmuckgeschäften soll es sich um einen Bestandteil der Aktion Reinhard gehandelt haben. Diese geheime Reichssache war der Plan zur totalen Ausbeutung der polnischen Juden. Er sah die Aussiedlung, die Ausbeutung der Arbeitskräfte, die Sachverwertung  sowie das Einkassieren sogenannter, verborgener Werte und Immobilien vor. Laut dem Brief der Gesandtschaft befragten die Warschauer Richter den Lagerkommandanten auch nach dem Wert der eingesammelten Schmuckstücke. Höss antwortete, dass man sie nicht im Detail registriert habe, weil zu wenig Personal da war. Er wisse nur, dass sich der Wert der abgenommenen Sachen auf mehrere Milliarden beziffern lasse. "Für den Transport dienten spezielle Lastwagen, und wir verpackten die Ringe, die Uhren und die Armbänder separat. Die speziell kostbaren Stücke wurden anschliessend in der Schweiz verkauft", erklärte Höss.

Am 16. April 1947 wurde er in Auschwitz hingerichtet. [Dies war ein Mord ohne Grund, weil jeglicher Massenmord in Auschwitz eine zionistische Lüge ist, um Deutschland "fertigzumachen"].


[Pfandleihanstalten - Konzentrationslager - Raubgutverkäufer in der Schweiz - die schweizer Öffentlichkeit der Schweiz interessiert 1947 die Hehlerei für deutsche Judensachen gar nicht]

[Die Anfrage von Werner Meister an den Bundesrat wird mit "keine Kenntnis" beantwortet]
[Bemerkung: Die Schweiz wurde NIE entnazifiziert, sondern das Bankgeheimnis wurde nun dazu benutzt, den grossen Raub von Judengeld geheimzuhalten - und auch die Hehlerei für den Verkauf von deutschen Judensachen. Das schweizer Nazitum ging also weiter und die Herzen in der Schweiz wurden immer kälter...]
Die Aussagen des Massenmörders [der gar keiner war!] wurden in der [zionistisch manipulierten Presse der] Schweiz weitgehend ignoriert. Einzig der Berner Unternehmer und Nationalrat Werner Meister wollte zur Schmuck-Affäre Genaueres wissen. Aufgeschreckt durch die Pressemeldungen stellte er noch vor der Meldung der Gesandtschaft Ende März 1947 eine Kleine Anfrage.

"Der Bundesrat wird um Auskunft gebeten, ob er von diesen Vorgängen, falls sie den Tatsachen entsprechen, Kenntnis hatte und welche Massnahmen er ergriff, um solche die Schweiz entehrenden Transaktionen zu ahnden." (S.140)

Bereits zwei Monate später nahm die Landesregierung Stellung:

"Da der Bundesrat keine Kenntnis von den Vorgängen besass [ist gelogen], die den Gegenstand der Kleinen Anfrage des Herrn Nationalrat Meister bilden, hat er eine genaue Abklärung vornehmen lassen. Diese ergab nicht den geringsten Anhaltspunkt für die Richtigkeit der erwähnten Informationen."

Im Klartext: Der Henker von Auschwitz [der er nicht war] soll also gelogen haben [aber die Angaben zum Raubgut waren richtig!].

Für die schweizer Öffentlichkeit war die Angelegenheit damit vom Tisch. Dass es sich bei der Antwort des Bundesrates um eine krasse Unwahrheit handelte, wurde nicht bekannt [bzw. wurde erst in den 1990er Jahren so richtig bekannt].

[Die "genaue Abklärung" war gar keine]

In Wirklichkeit hatte eine "genaue Abklärung" der Höss-Aussagen nie stattgefunden. Der mit der Untersuchung beauftragte Legationsrat Reinhard Hohl vom Eidgenössischen Politischen Departement sandte lediglich je einen kurzen Brief an die Nationalbank und an die Handelsabteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements. Beide Stellen wussten von nichts, wobei die Nationalbank noch hinzufügte, dass ihr auch keine spezielle Abteilung der Reichsbank bekannt sei. Für Hohl war die Sache damit erledigt. In der Folge präsentierte sein Assistent in einer Notiz vom 16. Mai den Entwurf für die Antwort an den Bundesrat. Im Gegensatz zu Hohl hielt jedoch sein Mitarbeiter die bisherigen Recherchen für ungenügend. In derselben Notiz fand sich darum noch eine entscheidende Anmerkung:

"Die Untersuchung scheint mir insofern unvollständig zu sein, als die Schweizerische Verrechnungsstelle nicht begrüsst worden ist. Es wäre vielleicht auch angezeigt, den früheren, heute noch in der Schweiz lebenden Reichsbankdirektor Hinz anzufragen."

Hohl schrieb daraufhin noch einen Brief an die Verrechnungsstelle. Darin wurde Präsident [der Schweizer Nationalbank] Max Schwab unter anderem gebeten, ein Gespräch mit Hinz zu führen. An einer Antwort war jedoch Hohl offenbar nicht interessiert. Nationalrat Meister wurde vom Bundesrat am 2. Juni [1947] mit dem bereits seit zwei Wochen geschriebenen Text abgespeist, obwohl die Verrechnungsstelle bis dahin noch gar nicht geantwortet hatte.

Die Verspätung von Schwab war ebenfalls kein Zufall. Erst am 9. Juni, also eine Woche nach der offiziellen Stellungnahme des Bundesrates, meldete sich ein Mitarbeiter von Schwab beim EPD. Er erklärte, dass sein Chef zwar die Absicht gehabt habe, Hinz persönlich zu befragen, doch dann habe er die Sache vergessen. Man wolle jetzt wissen, ob das EPD noch an einer Antwort interessiert sei oder ob die (S.141)

Affäre abgeschlossen sei. "Angesichts der Tatsache, dass der Bundesrat die Antwort auf die Anfrage von Meister schon gegeben hat, sieht man derzeit keine Veranlassung, die Sache weiter zu verfolgen", bemerkten die Beamten in einer internen Aktennotiz.

[Goldimporte aus dem Dritten Reich in die Schweiz]

Keiner der Beteiligten hatte offenbar ein Interesse, die Aussagen des Schlächters [von] Höss auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dabei lieferte die Zollstatistik verschiedene Anhaltspunkte. So importierte die Schweiz 1940 aus Deutschland 87 Kilo "unbearbeitetes Gold" für Industrie und Gewerbe im Wert von 414.348 Franken. Ein Jahr später waren es über 2,1 Tonnen im Wert von rund 10,5 Millionen Franken. 1942 kletterten die Importe auf rund 3,3 Tonnen im Wert von 16,3 Millionen Franken. Ob es sich dabei um das in Stangen gegossene Zahngold handelte, ist unklar.

[Da alle Todesraten in deutschen Konzentrationslagern von den kriminellen Zionisten manipuliert worden waren, um Deutschland "fertigzumachen", stellen sich die Todesangaben des
Roten Kreuzes als richtig heraus. Zahngold gab es folglich gar nicht viel, sondern die grosse Goldmenge kam dann eher von jüdisch-religiösen Gegenständen].

Doch spätestens beim Blick in die Position "874c Bijouterie echt" der Zollstatistik zeigt sich, dass es für die Richtigkeit der Behauptungen des Lagerkommandanten schon damals erdrückende Indizien gab. Von 1938 bis 1940 importierte die Schweiz aus Deutschland jährlich Schmuck im Durchschnittswert von rund 1,2 Millionen Franken mit einem totalen Durchschnittsgewicht zwischen 1 bis 1,3 Tonnen. Ein Jahr später begannen sich die Zahlen dramatisch zu ändern. Es war zugleich das Jahr, das Höss am Nürnberger Prozess besonders hervorhob:

"Im Sommer 1941 wurde ich zum persönlichen Befehlsempfang zum Reichsführer SS, Himmler, nach Berlin befohlen. Dieser sagte mir dem Sinne nach, ich kann das nicht mehr wörtlich wiederholen, der Führer habe die Endlösung der Judenfrage befohlen, wir, die SS, haben diesen Befehl durchzuführen. (...) [Die Endlösung der Judenfrage war der Entscheid der Deportation aller Juden nach Osteuropa]. Er habe Auschwitz deswegen gewählt, weil es bahntechnisch am günstigsten liegt und auch das ausgedehnte Gelände für Absperrmassnahmen Raum bietet."

[FALSCH: Auschwitz war eigentlich ungünstig in einem Sumpfgelände gelegen und dies provozierte schwerste Seuchen, weil Leichen im Sumpfgebiet vergraben wurden und dadurch das Trinkwasser verseucht wurde. Auschwitz lag aber an einer Schaltader zum Bahnnetz nach Russland in den Gulag. Ausserdem war das Lager Auschwitz schon vorher existent und wurde nicht erst durch das NS-Regime gebaut].

[Die Schmucklieferungen aus den Konzentrationslagern in die Schweiz ab 1941]

Die deutschen Schmucklieferungen an die Schweiz nahmen im Jahr 1941 sprunghaft zu. Die Importe von echter Bijouterie steigen plötzlich auf 1,753 Tonnen im Wert von 1,92 Millionen Franken. Das Jahr 1942 schien die Aussage von Höss zu bestätigen, dass die Nazis via Reichsbank in der Schweiz nur die speziell wertvollen Stücke verkauften. 1942 erhöhte sich das Gewicht des eingeführten Schmuckes lediglich um 62 Kilo auf 1,815 Tonnen. Der totale Wert explodierte dagegen um 80 Prozent auf total 3.459.451 Franken, was kaufkraftgewichtet einer heutigen Summe von rund 17,5 Millionen Franken entspricht. Zum Vergleich: Im selben Jahr importierte die Schweiz aus allen (S.142)

restlichen Ländern Schmuck im Wert von 25.642 Franken. Deutschland war also für 99,3 Prozent der totalen Einfuhr verantwortlich. In den zwei darauffolgenden Jahren nahmen die Mengen leicht ab, lagen aber immer noch weit über den Werten des Kriegsanfangs. 1943 kamen 1,651 Tonnen, und 1944 1,512 Tonnen in die Schweiz. Der Kilopreis schwankte um 1750 Franken.


[Dieser jüdische Goldschmuck bestand vor allem aus Menoras, die jüdisch-religiösen Kerzenständer].

Eine ähnliche Entwicklung zeigt die Zollstatistik auch im Bereich der Goldschmiedewaren. Wurden aus Deutschland 1938 noch 462 Kilogramm mit einem Wert von 448.023 Franken importiert, lagen diese Mengen 1943 mehr als doppelt so hoch. Auf den schweizer Markt gelangte über eine Tonne im Wert von 979.447 Franken. Die Statistik erfasste damals allerdings nur einen Bruchteil der gesamten Importe.

Bei Schmuck und Goldschmiedewaren lagen die Mengen bedeutend höher, weil die Deutschen eine Vielzahl ihrer Raubgüter im diplomatischen Gepäck über die Grenze brachten. Dabei stammten die Juwelen nicht nur aus Auschwitz. Die Nazis plünderten auch die Insassen der anderen KZs. Zudem lieferten die Gestapo und die gefürchteten Devisenschutzkommandos regelmässig Beute aus Hausdurchsuchungen ab [und viele Wertgegenstände mussten schon vor der Deportation in den Städten abgegeben werden, siehe hier]:

[Die Gold-Silber-Platin-Abgabeaktion vom 21. Februar 1939 in den deutschen Städten]

Die von Höss beschriebenen Lieferungen waren allerdings schon die zweite Phase eines gigantischen Raubzuges. Den Anfang machte eine Verordnung, die bereits weit vor dem Ausbruch des [europäischen] Krieges und damit der Endlösung erlassen wurde. Ab dem 21. Februar 1939 mussten die Juden alle Gegenstände aus Gold, Platin oder Silber sowie Edelsteine bei öffentlichen Ankaufsstellen abliefern. Wie die Betroffenen diese Aktion im Alltag erlebten, zeigen die eindrücklichen Aufzeichnungen des jüdischen Professors Victor Klemperer, der damals in der Nähe von Dresden wohnte.

"Am 28.3. auf dem Leihamt am Neustädter Markt, eine kleine, goldene Uhr und ein Goldkettchen abgegeben, das ich törichterweise bei der Vermögensangabe als mein Eigentum bezeichnet hatte. (Die Sachen gehörten tatsächlich Eva und wären durch ihr Ariertum freigekommen). Man trat in Einzelverschlägen an den Liefertisch. Ich sah also nicht, wer neben mir ablieferte. Auf dem Tisch standen zwei schwere Schabbesleuchter und ein entzückend zierlicher, siebenarmiger Chanuka-Leuchter mit dem [zionistischen] Davidstern darüber. Der Beamte sagte: 'Sie können ein Stück behalten'. Eine Frauenstimme antwortete, damit sei ihr nicht gedient. Darauf der Beamte gutmütig tröstend: 'Der liebe Gott ist auch mit einer Flamme zufrieden'. Man zahlt (S.143),

ohne den Kunstwert zu berücksichtigen, 3 Pfennig für das Gramm Silber und zieht von der Gesamtsumme noch 10 Prozent ab. Für meine Goldsachen erhielt ich 15 Mark 70 Pfennig.", schrieb Klemperer in sein Tagebuch, das über fünfzig Jahre später unter dem Titel "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" für Schlagzeilen sorgen sollte.

[Die durchorganisierten Pfandleihanstalten]

Die in den öffentlichen Ankaufsstellen gehäuften Vermögen wurden nach Berlin geschickt und dort von der Städtischen Pfandleihanstalt verwertet. Diese Stelle war mindestens bis zum Anfang der [grossen] Deportationen [nach Osteuropa] im Herbst 1941 für die Beschaffung von Devisen zuständig. Wie die Aussagen von Höss bestätigen, war danach eine spezielle Abteilung der Reichsbank verantwortlich. Aus bis heute ungeklärten Gründen ging jedoch das Mandat der Juwelenverwertung in einer dritten Phase fünf Monate vor Kriegsende wieder an die Städtische Pfandleihanstalt zurück. Der Reichsfinanzminister wies am 19. Dezember 1944 die Oberfinanzpräsidenten an, "alle dem Reich anfallenden Gegenstände aus Edelmetall, Edelsteinen und Perlen wieder an sie zur Verwertung zu übergeben."

Ob Reichsbank oder Pfandleihanstalt, das Vorgehen bei der Verwertung war durchorganisiert. Genaue Richtlinien des Reichswirtschaftsministers schrieben den zuständigen Stellen vor, wie sie die geraubten Werte zu sortieren und zu verkaufen hatten. "Für die Verwertung aller angefallenen und noch anfallenden Waren zugunsten des Reiches, sei es im Auftrage des Reichsfinanzministeriums, des Reichsführers SS, des Reichsjustizministeriums oder sonstiger Stellen, gelten grundsätzlich die Ihnen erteilten Richtlinien vom 29. April 1941 und 12. Mai 1941."

Diese Bestimmungen schrieben vor, dass weniger wertvolle Stücke eingeschmolzen und über die Reichsstelle für Edelmetalle an die Rüstungsindustrie abgegeben werden mussten. "Die übrigen Gegenstände (...) sind nach exportfähiger Ware und solcher, die sich für den Inlandsabsatz eignet, auszusortieren, wobei grösster Wert darauf gelegt werden muss, möglichst viele der Gegenstände im Export gegen Bardevisen zu verwerten."

Exportiert wurden nicht nur Schmuckstücke, sondern auch Diamanten, welche zu einem bedeutenden Teil aus Holland stammten [von der jüdischen Diamantindustrie, die dann nach Südafrika verlegt wurde]. Diese wurden nach einem einfachen Kriterium sortiert. Entweder konnten die Steine "ohne Umschleifen" oder "nach Umschleifen" im Ausland verkauft werden.

[Der Verkauf der Judensachen - des Raubguts - in die Schweiz, nach Spanien, Portugal, Schweden etc. - hohe Provisionen für wenige Händler]

Die Raubgüter wurden entsprechend den Absatzmöglichkeiten im (S.144)

Ausland in kleinere und grössere Sendungen zusammengefasst. Schätzer mussten für jede Lieferung einen Richtpreis angeben, der auf einer speziellen Ausfuhrpreisliste basierte. Die Ware wurde daraufhin ausgesuchten Exportfirmen übergeben. Deren Entlohnung war genau geregelt.

"Die Provision beträgt sowohl bei Diamanten wie bei Juwelenverkäufen ins Ausland 3% des Exporterlöses, umgerechnet über den offiziellen Kurs in Reichsmark. Daneben erfolgt Erstattung der Versicherungsspesen."

Die beauftragten Schieber konnten aber auch in Naturalien entschädigt werden. Je nach Exportland erhielt der deutsche Händler einen bestimmten Anteil des geschätzten Wertes in Schmuck ausgezahlt. Der Lohn der Raubgutverkäufer war also wieder Raubgut. Dass das Geschäft mit der Schweiz und somit in Schweizer Franken auf der Wunschliste der Nazis an erster Stelle stand, zeigen die konkreten Provisionsansätze. Für einen Verkauf in der Schweiz erhielt der Exporteur "50 Prozent in gleichwertiger Ware" [wegen der Hochwertigkeit der schweizer Kriegsprodukte]. Für Spanien und Portugal galten 40 Prozent, für Schweden 30 Prozent, und für übrige Länder nur 25 Prozent [Türkei, Italien etc.].

[Der "erlauchte Kreis" der Exporteure für Raubgut]

Das Geschäft mit dem Holocaust war somit äusserst profitabel, allerdings nur für wenige Auserwählte. Der Kreis der konzessionierten Exporteure, die teilweise auch als Schätzer fungierten, wurde bewusst kleingehalten. Für den Absatz von Perlen in der Schweiz war beispielsweise der Grosshändler Franz Cäsar aus Idar-Oberstein [in Rheinland-Pfalz] zuständig. Geschliffene Diamanten durften gemäss Mitteilung der "Prüfungsstelle Metallwaren und verwandte Industrien" vom 21. Juli 1943 vier Firmen ausführen, unter anderem Otto Kessler, das Diamant-Kontor Frankfurt und der Edelsteingrosshändler Ernst Färber aus Berlin, der nach dem Krieg für kurze Zeit in der Schweiz lebte. Färbers Sohn will heute von der dunklen Vergangenheit seines Vaters nichts wissen. "Dass mein Vater mit von Juden gestohlenen Juwelen gehandelt haben soll, ist mir nicht bekannt. Ich weiss nur, dass er während des Krieges in Berlin Geschäfte machte. Mein Vater hatte in jüdischen Diamantenhändlerkreise immer einen guten Ruf", sagt Färber.

Wie begehrt die Zugehörigkeit zum erlauchten Kreis der konzessionierten Exporteure war, zeigt der Fall Eduard Henn. Beinahe während des ganzen Krieges versuchte der Berliner Grosshändler für Perlen, Brillanten, Edelsteine und Juwelen eine Zulassung zu erhalten. Im August 1943 stellte Henn erneut einen Antrag und lieferte zugleich die Begründung (S.145)

warum man ihm eine Konzession nicht verwehren könne. "Ich habe als einzige Firma der Branche Deutschlands schon während des Ersten Weltkrieges im Auftrag der Reichsbank Juwelen aus Staatsbesitz im Ausland verkauft und kann daher wohl behaupten, dass ich mit solchen Funktionen früher als die jetzt zugelassenen Firmen betraut war. Auch in diesem Kriege ist mir einmal ein Lot von der Metallprüfstelle zugeteilt worden, das ich dank meiner guten Geschäftsbeziehungen in kurzer Zeit in der Schweiz gegen Dollar-Noten veräussern konnte."

Wer seine guten Geschäftsbeziehungen waren, liess Henn offen. Das entsprach absolut den Vorstellungen der auftraggebenden Nazis, die die Verwertung der geraubten Schätze streng geheim behandelten.

[Fall: Der jüdische Rechtsanwalt Hans-Gerhard Knitter - Dokumente über die deutschen Methoden, Raubgut zu rauben und in der Schweiz zu verkaufen]

Das musste auch der deutsche Rechtsanwalt Hans-Gerhard Knitter erfahren. Er war Heinrich Himmlers SS schon lange ein Dorn im Auge. Obwohl seit 1932 Parteimitglied, gab er "seit 1933 laufend Grund zu Beanstandungen". Bis 1935 vertrat er Juden vor Gericht, und bis 1938 arbeitete er mit dem jüdischen Anwalt Wygodzinski zusammen. Zudem hatte er "bis in die jüngste Zeit hinein falsche Behauptungen über sein Verhältnis zu obersten Reichsbehörden aufgestellt", schrieb der Chef der Sicherheitspolizei am 2. März 1943 an den SS-Sturmbannführer Regierungsrat Syrup im Reichswirtschaftsministerium. Grund für das Schreiben war eine Entdeckung, die die Behörden einen Monat zuvor gemacht hatten.

Knitter war in die Schweiz gereist. Offenbar wollte er dort seine Kontaktleute über die grausamen Machenschaften der Nazis informieren. Die Hinweise dafür fand der deutsche Zoll bei Knitters Rückreise ins Reich. Während der Durchsuchung seines Gepäcks kam ein geheimes Dossier zum Vorschein, das "die Verwertung von Schmuckstücken aus jüdischem Eigentum sowie den Erwerb von Platin in der Schweiz" behandelte. Das Aktenstück enthielt "verschiedene amtliche Schriftstücke deutscher Dienststellen" und gab "über die Behandlung der Schmuckstücke aus jüdischem Besitz eindeutig Aufschluss". Knitters Geheimmission war so brisant, dass die heikle Affäre kurz darauf zur Chefsache erklärt wurde. Ende März bat der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, "beschleunigt zu prüfen, ob nicht dieser Fund zum Anlass genommen werden kann, den K. zu verhaften". Was mit K. geschah, ist unbekannt.


[Die schweizer Abnehmer der Judensachen - jüdische Diamanten meistens am Paradeplatz in Zürich]

[Diamanten und Juwelen - Firma Bessler aus Pforzheim liefert, Firma Neresheimer in Zürich kauft etc.]

Trotz aller Geheimhaltung wussten einschlägige Kreise in der Schweiz (S.146)

Bescheid. Vor allem Branchenkenner auf dem Platz Zürich kannten die Hehler des Holocaust und wussten auch, wo die Verhandlungen stattfanden. "Die deutschen Schieber logierten of im 'Hotel Savoy' am Paradeplatz. Dort wurden auch die Geschäfte mit den Abnehmern abgeschlossen. Selbstverständlich wussten alle, wer die schweizer Käufer waren", erinnert sich ein pensionierter schweizer Fabrikant, der sein Leben lang mit dem Einkauf von Industriediamanten zu tun hatte. Auch von weiteren Insidern werden immer wieder dieselben Namen genannt. So soll die Zürcher Firma B. Neresheimer zu den Käufern gehört haben. Im Krieg betrieb sie laut Handelsregister "Handel mit Juwelen und Bijouterien". Im Verwaltungsrat sassen Nationalrat Albert Maag-Socin, Hans Fehr, die deutsche Staatsangehörige Johanna Dirigl und Hermann Neresheimer. "Wir haben damals aus Deutschland importiert, vor allem von der Firma Bessler in Pforzheim", sagt der heute betagte Hermann Neresheimer, der auch noch Ernst Färber kannte. Neresheimer bestreitet aber, dass es sich bei der Ware um Raubgut handelte. "Wir kauften sicher keinen Judenschmuck. Das waren alles neue und keine gebrauchten Stücke."

Das Gegenteil lässt sich bis heute [1997] nicht beweisen. Dennoch ist klar, dass Neresheimer auf die Verwertung von Schmuckstücken spezialisiert war und in Deutschland über ausgezeichnete Verbindungen verfügte, wie ein Bericht der Bundeanwaltschaft zeigt.

[Die Juwelen von Göring - ein Versteck in Österreich, und eine Adresse in Basel - schweizer Behörden nach 1945 suchen nicht gerne]

Johanna Dirigl hatte den schweizer Fahndern am 15. Dezember 1949 mitgeteilt, dass Generalstaatsanwalt Auerbach aus München Neresheimer beauftragen wolle, die Juwelen von Göring, falls sie gefunden werden, zu verwerten. Emmy Göring hatte zuvor schon ein Versteck in der russischen Zone Österreichs angegeben, wo sich tatsächlich immense Vermögenswerte wiederfanden.

Görings Ehefrau wusste auch von einem Depot in der Schweiz, genauer in Basel. Hans Wendland, der der Luzerner Galerie Fischer während des Krieges von Juden gestohlene Gemälde beschaffte, soll bei Pfanghauser an der Bernerstrasse für den Reichsmarschall Kunstgegenstände und Juwelen deponiert haben. Doch die Angaben von Emmy Göring blieben für die Schweizer ein Rätsel. Eine solche Adresse existierte in Basel nicht. Kein Wunder, denn Emmy Göring hatte höchstwahrscheinlich den Namen nicht richtig angegeben. Wendlands langjähriger Freund und Kontaktmann in Basel hiess Fankhauser und nicht Pfanghauser. (S.147)

Im Bereich Diamanten war der Zürcher Albert Lang an der Weinbergstrasse 48 der grösste Abnehmer in der Schweiz. Die Briten sahen in Lang einen der wichtigsten Kunden der Frankfurter Diamant-Kontor GmbH. Die britische Gesandtschaft in Bern übergab dem EPD [Eidgenössischen Polizeidepartement] am 6. November 1945 die entsprechenden Informationen. Doch die Schweizer kamen einmal mehr zu keinem Ergebnis. Die Verantwortlichen der zuständigen Verrechnungsstelle schlossen das Dossier am 7. März 1947 mit der Begründung, dass sie nicht in der Lage seien, Erhebungen "nach allfällig weggenommenen Diamanten, die über die Diamantkontor GmbH in die Schweiz importiert worden sein sollen, weiterzuführen, nachdem wir weder von britischer noch von holländischer Seite genaue Anhaltspunkte, die zur Identifikation der angeblich gestohlenen Diamanten dienen, erhalten haben. Ferner sind uns auch keine des Eigentums oder Besitzes verlustig gegangene Eigentümer oder Besitzer bekannt, so dass die gesetzlichen Voraussetzungen zu Nachforschungen (...) fehlen." Wie im Fall Auschwitz wollten die Schweizer von sich aus nichts finden. Und wenn der Druck aus dem Ausland nachliess, stellten die hiesigen Behörden die Nachforschungen sofort ein.> (S.148).


 
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